Die Riester-Rente – Ein Kurzüberblick

27.02.2014
Bildquelle: © John Valenti | Dreamstime Stock Photos

Altersvorsorge ist wichtig. Denn im Rahmen der Sozialsysteme müssen zukünftig immer weniger Arbeitnehmer tendenziell mehr Rentner finanzieren. Vor allem die steigende Lebenserwartung führt zu diesem Effekt. Die Folge: Bereinigt um die allgemeine Inflation werden die gesetzlichen Renten sinken müssen. Möchten Sie ihren im Laufe Ihres Lebens erreichten Lebensstandard auch im Alter noch genießen, sollten Sie deshalb private Altersvorsorge betreiben. Nur so können Sie die später zwangsläufig auftretende sogenannte Rentenlücke verringern oder gar schließen.

Bereits im Jahr 2000 wurde die Riester-Rente ermöglicht, die einen Anreiz zur privaten Vorsorge fürs Alter schaffen soll. Dabei handelt es sich praktisch um einen Sparvertrag, dessen Einzahlungen durch staatliche Zuzahlungen gefördert werden. Wie viel Sie als Sparer einzahlen müssen, um die vollen Zuzahlungen zu erhalten, ist von der Höhe Ihres Einkommens abhängig. Wer mehr verdient, muss höhere Eigenleistungen erbringen. Auch eventuell vorhandene Kinder machen sich in Ihrem Riestervertrag positiv bemerkbar. Als Riestervertrag gibt es zugelassene Produkte in Form von Versicherungen, Banksparplänen, Bausparverträgen und Fondssparplänen. Auszahlungen aus Ihrem Vertrag dürfen frühestens ab Ihrem 62. Lebensjahr erfolgen, damit Ihnen auch die gewährten Zulagen und eventuelle Steuervorteile zugute kommen.

Welche Zulagen sind möglich?

Jeder geförderte Riestersparer erhält eine Grundzulage in Höhe von 154 Euro jährlich. Für kindergeldberechtigte Kinder kommen pro Jahr 300 Euro (ab 2008 geboren) bzw. 185 Euro (bis 2008 geboren) hinzu. Relativ neu ist der einmalige sogenannte Berufsstarterbonus in Höhe von 200 Euro. Dieser wird Ihnen gezahlt, wenn Sie im Abschlussjahr Ihres Riestervertrages noch unter 25 Jahre alt sind. Maßgeblich ist dabei der 01.01. des Jahres. Um die vollen Zulagen zu erhalten, müssen Sie Eigenleistungen von 4 % Ihres Bruttoeinkommens (Vorjahr) erbringen. Wie Sie diese einzahlen, ist Ihnen jedoch freigestellt. Gewährte Zulagen zählen in der Beitragsberechnung als Eigenleistungen.

Rechenbeispiel gefällig?

Ein Beispiel soll die Beitragsberechnung etwas anschaulicher machen. Nehmen wir an, Sie sind Arbeitnehmer. Ihr Bruttoverdienst im Vorjahr betrug 28.000 Euro. Sie haben ein Kind, das 2005 geboren wurde.

28.000 Euro x 4 % = 1.120 Euro
1.120 Euro – 339 Euro (Grundzulage + Kinderzulage) = 781 Euro Eigenleistung jährlich
781 Euro / 12 = 65,08 Euro Eigenleistung monatlich

Bezogen auf dieses Beispiel müssten Sie also monatlich 65,08 Euro oder mehr in Ihren Riestervertrag einzahlen, wenn Sie die höchstmögliche Zulagenzahlung in Höhe von 339 Euro jährlich erhalten möchten. Natürlich wäre auch eine geringere Einzahlung möglich. Doch dann würden die Zulagen prozentual entsprechend gekürzt. So würde zum Beispiel für die Einzahlung des halben Sollbeitrags die Zulagenhöhe hälftig ausfallen.