Gespeicherter Fingerabdruck soll Kreditkarten sicherer machen

01.12.2014
Bildquelle: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos

Kreditkarten werden mittlerweile von recht vielen Menschen genutzt. Denn zweifellos sind mit solchen Karten gleich eine ganze Reihe verschiedener Vorteile für deren Nutzer verbunden. Allerdings würden Kreditkarten vermutlich von noch mehr Menschen eingesetzt, wenn sie nicht auch diverse Missbrauchsrisiken mit sich bringen würden. So können kriminelle Verfügungen grundsätzlich nie komplett ausgeschlossen werden. Ein neuer Sicherheitsmechanismus soll Kreditkarten aber zumindest noch deutlich sicherer machen als bisher – der gespeicherte Fingerabdruck.

Derzeit werden Bezahlungen mittels Kreditkarte häufig per Unterschrift des Karteninhabers bestätigt. In einigen Fällen ist sogar eine Eingabe der zur Karte gehörigen PIN-Nummer vorgesehen, was beispielsweise im Rahmen der Bargeldbeschaffung an Geldautomaten unumgänglich ist. Dadurch soll die Sicherheit der Karten erhöht werden. 



Neues Verfahren für neue Kreditkarte entwickelt

Dennoch soll es noch sicherer werden. Die norwegische Firma Zwipe hat ein technisches Verfahren entwickelt, das Bezahlvorgänge mittels Fingerabdruck ermöglicht. Die bisher übliche PIN-Nummer bzw. die Unterschrift des Kartennutzers bei Bezahlung soll damit wegfallen. Bezahlen Sie als Karteninhaber, autorisieren Sie die gewünschte Transaktion stattdessen allein mit Ihrem Fingerabdruck. Dieser wird per in der Kreditkarte integriertem Lesegerät aufgenommen. Der Leser gleich Ihren Fingerabdruck mit einem nach Kartenausstellung einmalig gespeicherten Musterabdruck. Stimmt der aufgenommene Fingerabdruck mit dem abgespeicherten Muster (annähernd) überein, wird der jeweils gewünschte Zahlvorgang autorisiert. Andernfalls erfolgt eine Ablehnung der Transaktion. Nach Angaben von Zwipe verbleiben die Daten über Ihren Fingerabdruck jederzeit auf Ihrer Kreditkarte. Eine zentrale Speicherung dieser Daten ist nicht notwendig.



Verfahren mit Fingerabdruck sicherer?

Ein Verfahren, das die Zahlung per Kreditkarte im Zusammenhang mit der Autorisierung per Fingerabdruck ermöglicht, erscheint im ersten Moment wahrscheinlich als relativ sicher. Vermutlich wird es auch als dieses beworben werden. Allerdings hat die Praxis gezeigt, dass Tüftler es bereits jetzt geschafft haben, Zahlungen mit gefälschten Fingerabdrücken erfolgreich zu tätigen. Und das angeblich sogar mit relativ einfachen Mitteln. Zumindest derzeit kann dieser Weg der Zahlungsautorisierung also nicht als wirklich sicher eingestuft werden. Zumindest auf dem jetzigen Stand der Entwicklung.

Als reizvoll in puncto Sicherheit erscheint hingegen eine Kombination aus Autorisierung per Fingerabdruck und PIN-Eingabe. Denn in diesem Fall wird die (im Regelfall vom Karteninhaber nicht notierte) Geheimzahl weiterhin von Kriminellen benötigt. Sollten diese jedoch trotzdem in den Besitz der PIN kommen, würde der zusätzlich nötige Fingerabdruck des Opfers einen Missbrauch der betreffenden Kreditkarte zumindest erschweren. Die verantwortlichen Unternehmen sollten also nach Möglichkeit über eine Kombination der Verfahren nachdenken.