Kreditkarten immer beliebter in Deutschland

14.03.2015
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VISA ist eines der weltweit größten Kreditkartenunternehmen – auch in Deutschland. Bereits fast jeder Zweite Deutsche besitzt eine Kreditkarte von VISA, was sich auch in dessen Gewinn widerspiegelt. Das Unternehmen möchte nach eigenen Angaben große Teile der Einnahmen in neue Technologien und Sicherheitsmaßnahmen investieren.

Kreditkarten werden hierzulande immer beliebter. Kein Wunder. Bieten Sie uns Kunden doch diverse Zahlungsvorteile. Und auch seitens der Händler sind Bezahlungen per Kreditkarte grundsätzlich recht beliebt – mal abgesehen von den damit verbundenen Kosten. So akzeptieren beispielsweise Fluggesellschaften und Mietwagenunternehmen fast ausschließlich Bezahlungen per Kreditkarte. Denn dabei genießen die Unternehmen Zahlungs- und somit Planungssicherheit. Der Grund dafür liegt in einer Zahlungsgarantie. Rückbuchungen wie man sie von Lastschriften her kennt, sind im Rahmen von Kreditkartenzahlungen nicht ohne Weiteres möglich.

Es wundert also nicht, dass Kreditkarten in Deutschland recht beliebt geworden sind. Allein an VISA-Kreditkarten sind im letzten Kalenderjahr 52,6 Millionen Stück neu ausgestellt worden. Damit stieg die Zahl der neu vergebenen Karten gegenüber dem Vorjahr um knapp 13 Prozent. Nach Angaben von VISA nutzen derzeit vier von zehn deutschen Bürgern eine VISA-Kreditkarte. Doch nicht nur die Anzahl der aufgegebenen VISA-Kreditkarten hat im letzten Jahr zugenommen. Auch der Umsatz stieg. Nach Angaben des Unternehmens belief sich der Kartenumsatz in 2014 auf 1,9 Milliarden Euro. Der Gewinn von VISA nahm um ganze 30 Prozent auf 343 Millionen Euro zu. Begründet wurde die Gewinnzunahme mit seit bereits 2012 gleich hoch bleibenden Kernkosten – trotz eines seitdem deutlich gestiegenen Umsatzes.

Den erwirtschafteten Gewinn möchte VISA nach eigenen Angaben zum Teil wieder investieren. Pro Jahr sollen rund 200 Millionen Euro ausgegeben werden, um die eigenen Produkte zu verbessern. In diesem Jahr steht dabei die Erhöhung der Sicherheit bei der Bezahlung mit dem Smartphone auf dem Plan. Bereits innerhalb des ersten Quartals 2015 sollen alle Bezahlungen via Mobile-Payment verschlüsselt werden. Dabei soll der Händler im Rahmen einer Zahlung keine Daten über den Bezahlenden mehr erhalten. Stattdessen wird ihm ein sogenannter Token übermittelt, anhand dessen er seine Abrechnung durchführen kann. Die Daten des Kunden verbleiben damit bei der ausführenden Bank. Auch im Bereich der Online-Bezahlung will VISA mit Hilfe von Investitionen wachsen. So soll die eigene digitale Geldbörse „V.me by Visa“ im Laufe des aktuellen Jahres weitere Verbreitung finden. Dies soll unter anderem über Partnerbanken erreicht werden.