Kreditkarten: Neue Verordnung für Taxi-Fahrer in Berlin wird überprüft

28.05.2015
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Kaum ist sie da, beschweren sich die Betroffenen. Worum genau es geht? Um eine neue Verordnung, die Berliner Taxifahrer dazu verpflichtet, Bezahlung per Karten zu akzeptieren. Weitere Infos und News dazu finden Sie in diesem Artikel.

Karte zu bezahlen, ist einfach, geht schnell und hat einen modernen Ruf. So wird es uns Verbrauchern zumindest in der Werbung vermittelt. Und tatsächlich kann es im Alltag durchaus sehr praktisch sein, statt mit Bargeld einfach per Konto- oder Kreditkarte bezahlen zu können. Und Umfragen zeigen nicht umsonst regelmäßig, dass vor allem jüngere Menschen immer häufiger diesen Weg der Bezahlung in Anspruch nehmen.

Umso ärgerlicher war es bis vor Kurzem, dass Taxifahrer in Berlin ihren Kunden häufig noch nicht die Möglichkeit der Kartenzahlung anbieten mussten. Vor allem Touristen, die ab dem Flughafen Tegel oder den Fernbahnhöfen der Stadt per Taxi in die Innenstadt wollten, waren recht häufig davon betroffen. Allein die Bezahlung in bar war häufig möglich.

Als angestrebte Lösung dieses schon lange bekannten Problems trat am Anfang Mai eine Verordnung in Kraft, die es den Berliner Taxifahrern nun vorschreibt, Bezahlungen mittels Karte zu akzeptieren. Im Detail müssen die Unternehmen Zahlungen mit mindestens drei verschiedenen üblichen Konto- oder Kreditkarten zulassen. Als finanziellen Ausgleich für die dadurch entstehenden Kosten dürfen pauschal 1,50 Euro pro Kunde auf den Fahrtpreis aufgeschlagen werden. Bis zum Eintreten dieser Regelung war es den Unternehmen freigestellt, ob sie Bezahlungen per Karte akzeptieren oder nicht. Im Alltag sorgte das nicht selten für Ärger.



Eilantrag gegen Verordnung

Eine Berliner Taxifahrerin hat am nun am Verwaltungsgericht der Hauptstadt einen Eilantrag gegen die Verordnung eingereicht. Nach Angaben des Gerichtssprechers Stephan Groscurth führte die Frau als Grund dafür an, dass die Verordnung mit unzumutbaren Kosten für die betroffenen Fahrer verbunden sei. Das Gericht muss sich nun mit der Rechtmäßigkeit der neuen Verordnung befassen. Wann mit einer Entscheidung gerechnet werden kann, ist derzeit noch nicht bekannt.