Sie nutzen eine Kreditkarte? Vorsicht bei geklauten Kundendaten!

25.04.2014
Bildquelle: © Michal Wozniak | Dreamstime Stock Photos

Ein Diebstahl der persönlichen Daten ist der Horror für viele Bank- und Sparkassenkunden. Denn nicht selten kommt es dadurch zu hohen Schadenssummen. Und auch wenn diese aktuell (in den meisten Fällen) erstattet werden, kann der Schock, den eine solche Erfahrung mit sich bringt, zunächst sehr groß sein. Gerade via Internet kommt es immer wieder zu teilweise umfangreichen finanziellen Schädigungen von Verbrauchern. Im Regelfall sind dann auch Kreditkartendaten betroffen, die bei Betrügern sehr begehrt sind. Finanzielle Schädigungen treten recht häufig in Form von Kreditkartenmissbrauch auf.

Die Wege, auf denen Kriminelle an persönliche Daten kommen können, sind sehr unterschiedlich. Sie als Verbraucher und potenzielles Opfer können beispielsweise noch so gut auf Ihre Kreditkarte achten, wenn es auch völlig andere „Hintertürchen“ gibt, durch die Kriminelle an die Daten Ihrer Karte kommen. So wurde beispielsweise der Softwarehersteller Adobe erst Ende letzten Jahres Opfer eines illegalen Zugriffs auf seine Computer. Dabei sollen Unmengen persönlicher Daten der Kunden des Unternehmens ausgespäht worden sein. Nach Angaben von Adobe geht es um Daten von über 2,9 Millionen Kunden aus der ganzen Welt. Das Telekommunikationsunternehmen Vodafone hatte einen ähnlichen Fall zu beklagen – ebenfalls erst Ende 2013. Von diesem Zugriff waren angeblich sogar mehr als 10 Millionen Datensätze betroffen. 


Was Sie als Kunde tun können

Scheinbar immer öfter nutzen Hacker Sicherheitslücken, die ihnen Zugriff auf umfangreiche Kundendaten verschaffen. Sie müssen Ihre Kreditkarte also zum Beispiel gar nicht verlieren, um einen Schadensfall zu erleiden. Letztlich sind Ihnen in gewisser Weise sogar die Hände gebunden. Denn gegen einen solchen Diebstahl, wie er Ende 2013 bei Adobe oder Vodafone zu beobachten war, können Betroffene nur wenig tun. Allein die Hoffnung, dass die betreffenden Anbieter aus diesem Vorfall lernen, birgt die Chance, dass sich ein solcher Fall nicht so schnell wiederholen wird.

Allerdings können Sie dafür sorgen, dass Sie in einem möglichen Schadensfall schnell reagieren können. Dazu gehört beispielsweise die regelmäßige Überprüfung der mittels Kreditkarte getätigten Ausgaben. Prüfen Sie Ihre Monatsabrechnung deshalb sorgfältig, wozu Sie als Karteninhaber grundsätzlich auch verpflichtet sind. Zudem empfiehlt es sich, auch eine Online-Freischaltung Ihrer Kreditkarte vornehmen zu lassen, die Sie getätigte Umsätze relativ zeitnah verfolgen und somit prüfen lässt. Fällt Ihnen ein zweifelhafter Umsatz auf, den Sie nicht zuordnen können, sperren Sie Ihre Kreditkarte am besten sofort. Die zentrale Notrufnummer zur Sperrung von Karten (116 116) kann dafür rund um die Uhr genutzt werden.

Grundlegend sollten Sie als Kartennutzer immer abwägen, welchem Unternehmen Sie Ihre Kreditkartendaten anvertrauen. Zahlungen mittels Karte sollten Sie immer nur bei möglichst vertrauenswürdigen Geschäftspartnern durchführen. Auch wenn dies keine Garantie zu sein scheint, wie bei Adobe und Vodafone zu sehen war.


Haftung grundsätzlich begrenzt

Kommt es trotz eingehender Vorsichtsmaßnahmen einmal zum Schadensfall, sollten Sie Ruhe bewahren. Wichtig: Sperren Sie Ihre Kreditkarte unverzüglich (116 116). Denn dies ist die Voraussetzung für eine nur begrenzte Haftung. Die meisten Kreditkartenunternehmen belasten Sie als Karteninhaber im Fall der Fälle mit lediglich pauschal 50 Euro – unabhängig von der entstandenen Schadenshöhe. Einige Anbieter schließen Ihre Haftung als Inhaber sogar ganz aus. Eine „unverzügliche Sperrung“ der betroffenen Karte wird allerdings immer vorausgesetzt und ist entsprechend wichtig für Sie. Auch sollten Sie vor Auftreten eines Schadens niemals grob fahrlässig gehandelt haben. Sonst könnten Sie letztlich nur auf Kulanz Ihres Kartenanbieters hoffen.