Über das Limit klassischer Kreditkarten

16.03.2015

Kreditkarten bieten gewisse Vorzüge, von denen sowohl Händler als auch wir Verbraucher profitieren. Dabei verfügen klassische Kreditkarten über ein Kartenlimit, das Ihren Nutzungsumfang als Karteninhaber einschränkt. Doch warum dieses Limit? Kann dieses erhöht werden? Und wenn ja, wie?

Sicher sich auch Sie schon einmal in eine Situation geraten, in der eine Kreditkarte zum Bezahlen nötig war. Tatsächlich gibt es Händler, der die lediglich solche Kartenzahlungen zulassen. Bezahlung per Lastschrift, Rechnung oder Vorkasse hingegen werden nicht akzeptiert. Vor allem bei online getätigten Käufen kommt diese Situation durchaus vor. Klassische Beispiele dafür sind Fluggesellschaften oder Mietwagenunternehmen. Der Grund? Zahlungen per Kreditkarte sind für den Zahlungsempfänger zwar teuer, diesem aber praktisch garantiert. Nur in ganz bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit einer „Rückbuchung“ durch den Kreditkarteninhaber. Neben dem damit entfallenden Risiko, den Zahlbetrag nicht zu erhalten, erspart dies dem Begünstigten viel Verwaltungsaufwand und Ärger.



Was es mit dem Kartenlimit auf sich hat

Klassische Kreditkarten verfügen über ein Kartenlimit. Dieses stellt praktisch den maximalen Verfügungsrahmen innerhalb eines Abrechnungszeitraumes dar. Innerhalb dieses Zeitraumes, dessen Umfang meist auf einen Monat festgelegt ist, werden alle Ihre Ausgaben per Karte gesammelt und einmalig vom vertraglichen Verrechnungskonto eingezogen. Anschließend steht Ihnen Ihr Kartenlimit erneut in voller Höhe zur Verfügung. Eine Überschreitung Ihres individuellen Kartenlimits ist grundsätzlich nicht möglich.

Der Sinn und Zweck eines solchen Kreditkartenlimits liegt einerseits in Gründen der Sicherheit. Denn aufgrund des Limits kann eine Kreditkarte nicht unbegrenzt eingesetzt werden – auch nicht von Kriminellen. Der finanzielle Schaden ist im Fall der Fälle immer auf das eingeräumte Verfügungslimit beschränkt. Denn spätestens bei Einzug der getätigten Ausgaben nach dem Abrechnungszeitraum fallen eventuelle Unregelmäßigkeiten auf. Ein weiterer Grund des Limits liegt in Bonitätsgesichtspunkten. Die meisten Anbieter orientieren die Höhe der eingerichteten Kreditkartenlimits an Ihrem Einkommen als Karteninhaber. Diese Praxis ist mit der Gewährung von Dispositionskrediten vergleichbar. Denn auch deren Höhe orientiert sich am laufenden Einkommen des Kreditnehmers. Zudem spielen aber auch Erfahrungen mit dem Kreditkarteninhaber eine wichtige Rolle für das zur Verfügung gestellte Kartenlimit. Viele der Kartenunternehmen richten erst einmal ein Art Basislimit ein. Dieses Limit wird dann erst später nach und nach automatisch erhöht, wenn der Karteninhaber den Kartensaldo regelmäßig zuverlässig ausgleicht.

Sie selbst haften im Schadensfall in aller Regel übrigens mit „nur“ maximal 50 Euro. Die Höhe des eingetretenen Schadens und der Umfang Ihres Kreditkartenlimits spielen dabei keine Rolle. Wichtig für diese Haftungsbegrenzung ist allerdings, dass Sie den Verlust bzw. den Diebstahl Ihrer Karte „ohne schuldhaftes Verzögern“ melden. Dies kann gegenüber Ihrer Karten ausgebenden Bank oder direkt bei der Kreditkartengesellschaft geschehen.



Limit erhöhen? Meist kein Problem!

Sie möchten zum Beispiel eine teure Reise mittels Kreditkarte buchen und Ihr Kreditkartenlimit genügt dafür nicht? Dann ist es natürlich möglich, das Kartenlimit zu erhöhen – nur temporär oder auch dauerhaft. Dazu können Sie sich unkompliziert an Ihre Bank oder das Kreditkartenunternehmen wenden. Diese prüfen eine mögliche Erhöhung dann oftmals umgehend. In den meisten Fällen steht Ihnen Ihr erhöhtes Kartenlimit bereits am nächsten Werktag zur Verfügung.



Prepaid-Kreditkarten: Karten ohne Limit

Nicht jeder der im Umlauf befindlichen Kreditkarten verfügt über ein Verfügungslimit. Prepaid-Kreditkarten zum Beispiel benötigen dieses nicht. Denn wie Ihnen sicher bekannt ist, werden Ausgaben mittels dieser Karten lediglich aus vorher auf dem Kartenkonto deponierten Guthaben beglichen. Ein Kreditlimit existiert bei dieser Kartenart deshalb nicht.