Über die private Unfallversicherung

07.04.2014
Bildquelle: © Chrisharvey | Dreamstime Stock Photos

Statistisch betrachtet geschieht hierzulande alle vier Sekunden ein Unfall. Sicher nicht immer mit schwerwiegenden finanziellen Folgen. Doch auch zählen nicht wenige Fälle dazu, in denen sich das Leben der Betroffenen nach dem Ereignis schlagartig verändert - vor allem eben auch in finanzieller Hinsicht. Denn wären Sie nach einem Unfall beispielsweise nicht mehr in der Lage Ihren Beruf (in gewohntem Umfang) auszuüben, ist ein umfangreicher Schutz im Falle eines Unfalls durchaus Gold wert. Diesen bietet Ihnen die private Unfallversicherung.

Unkomplizierter Vertrag bringt wirksamen Schutz

Eine private Unfallversicherung ist grundsätzlich eine relativ unkomplizierte Versicherungspolice. Ihr zentraler Leistungsbestandteil liegt in einer sogenannten Invaliditätsgrundsumme. Daraus resultiert die Leistungsberechnung im Schadensfall, wobei auch kleinere Schäden aus dieser Summe rechnerisch abgeleitet werden. Die Invaliditätsgrundsumme legen Sie bei Vertragsabschluss fest - je höher diese Summe, desto umfangreicher Ihr Schutz im Falle eines Unfalls. Als Zusatz ist die Vereinbarung einer sogenannten Progression üblich, welche die prozentuale Erhöhung der Invaliditätsgrundsumme für den Fall einer Vollinvalidität nach einem Unfall vereinbart. Neben der Invaliditätssumme können weitere Leistungsbestandteile verinbart sein. Üblich sind zum Beispiel die Unfallrente, Todesfallleistungen oder Krankentagegeld.

Was hat Einfluss auf die Beitragshöhe?

Bei Nutzung einer privaten Unfallversicherung wird Ihnen für den gewährten Schutz ein Beitrag in Rechnung gestellt. Dieser ist meist monatlich fällig und häufig relativ erschwinglich. Letztlich hängt es jedoch vor allem vom gewünschten Leistungsumfang ab, wie hoch dieser Zahlbetrag ausfällt. Zudem versichern private Anbieter grundsätzlich nach dem Risikoprinzip. Das bedeutet, dass auch Sie als Person Einfluss auf die Beitragshöhe haben. So sind auch Ihr Geschlecht, Ihr Alter und Ihre berufliche Tätigkeit für die Höhe des zu zahlenden Risikobeitrags entscheidend.

Wer sich unbedingt absichern sollte

Grundsätzlich kann jeder Bürger vom Schutz einer Unfallversicherung profitieren. Denn vor einem Unfall im Alltag ist niemand sicher. Haben Sie jedoch wirtschaftlich abhängige Kinder zu versorgen, sollten Sie dringend über die Nutzung eines solchen Vertrages nachdenken. Erst recht dann, wenn Sie Hauptverdiener einer Familie sein sollten. Auch wenn Sie umfangreiche finanzielle Verpflichtungen abtragen (müssen), ist solch ein Schutz sehr sinnvoll. Eine Baufinanzierung zum Beispiel lässt sich im Fall eines schwerwiegenden Unfalls oftmals nur noch sehr schwer problemlos weiterführen, wenn das Gehalt des Betroffenen wegfallen sollte. Auch in solchen Situationen kann die private Unfallversicherung für einen finanziellen Ausgleich sorgen.