Über die Prüfziffer bei Kreditkarten

15.09.2015

Vielleicht besitzen auch Sie eine Kreditkarte. Wenn ja, dann haben Sie diese wahrscheinlich schon einmal online eingesetzt. Nicht wenige Verbraucher haben es dabei beim ersten Versuch gar nicht leicht – vielleicht auch Sie. Denn nicht selten stolpern die Betroffenen auf die Eingabeaufforderung einer sogenannten Prüfziffer. Doch was genau verbirgt sich eigentlich dahinter? Wo ist diese zu finden?

Prüfziffer als zusätzliches Sicherheitsmerkmal

Bei der als Prüfziffer bezeichneten Zahl handelt es sich um eine drei- oder vierstellige Ziffer. Je nach Karte kann diese auf der Vorder- oder Rückseite aufgedruckt sein. Streng genommen handelt es sich dabei um einen individuell unterschiedlichen Code. Er wird aus den Daten des Karteninhabers ermittelt und dient somit in der Praxis als eine Art Legitimation. Die Prüfziffer stellt eine Erhöhung der Sicherheit dar und soll möglichen Kartenmissbrauch erschweren. 

Vollständig ausschließen kann die Prüfziffer einen Missbrauch allerdings nicht. Denn dadurch, dass der Code direkt auf einer Kreditkarte angebracht wird, kommt dieser im Fall der Fälle zusammen mit der Karte in den Besitz unberechtigter Personen. Trotz der Prüfziffer ist bei Verlust oder Diebstahl deshalb eine unverzügliche Kartensperrung erforderlich.

Einen ganz wichtigen Beitrag zur Sicherheit leitet die Prüfziffer dennoch. Denn da sie lediglich aufgedruckt und nicht innerhalb des Magnetstreifens gespeichert wird, können Kreditkarten nicht einfach kopiert werden. Zudem ist die Prüfziffer nicht eingeprägt, sondern eben aufgedruckt, wodurch sie für Lesegeräte nicht erkennbar ist.



Welche Karten eine Prüfziffer besitzen

Fast alle in Europa im Umlauf befindlichen Kreditkarten verfügen über eine solche Prüfziffer. Vor allem die großen Kartengesellschaften wie VISA, Mastercard, American Express und Discover setzen auf die Ziffer zur Erhöhung der allgemeinen Sicherheit. Deren Kunden sind dabei grundsätzlich immer zur Eingabe der Nummer verpflichtet. Eine Ausnahme liegt allerdings dann vor, wenn die Karte lokal eingesetzt wird, also dessen Inhaber persönlich bei der Akzeptanzstelle vorspricht. Wenn Sie Ihre Kreditkarte zum Beispiel zur Bezahlung in einem Geschäft oder zur Barabhebung am Geldautomaten nutzen, entfällt die Eingabe der Prüfziffer. Asiatische Kreditkarten verfügen übrigens meist nicht über dieses Sicherheitsmerkmal.



Was, wenn die Ziffer unlesbar wird?

Wie bereits erwähnt, ist die Prüfziffer grundsätzlich nicht auf der Karte geprägt, sondern wird lediglich aufgedruckt. Das bringt mit sich, dass die Beschriftung beschädigt und somit komplett unleserlich werden kann. Falls Sie die Nummer noch wissen, ist das eher unproblematisch. Denn haben Sie die Nummer im Kopf, ist eine Eingabe natürlich nach wie vor problemlos möglich. Wissen Sie die Prüfziffer allerdings nicht mehr, müssen Sie sich eine neue Karte ausstellen lassen. Denn wie von der Geheimzahl klassischer Kontokarten bekannt, werden diese vom Kreditinstitut nicht gespeichert. Eine erneute Herausgabe der Prüfziffer ist deshalb nicht möglich.