VDR fordert Gebühren-Verbot für Kreditkarten

03.11.2015
Bildquelle: © Johanna Goodyear | Dreamstime Stock Photos

Die in der Praxis häufig noch anfallenden Gebühren für Kreditkarten-Zahlungen stehen schon seit Langem in der Kritik. Trotz der bereits in die Wege geleiteten Änderungen hat sich der Geschäftsreise-Verband VDR nun für ein komplettes Verbot solcher Gebühren ausgesprochen. Näheres dazu erfahren Sie in diesem Artikel. 

Im Alltag von uns Verbrauchern sind Kreditkarten kaum noch wegzudenken. Denn einerseits ist ihr Einsatz äußerst bequem. Andererseits jedoch benötigen wir solche Karten für bestimmte Ausgaben geradezu unbedingt. Geht es zum Beispiel um Online-Einkäufe, wird unter Umständen zwangsläufig eine Kreditkarte nötig, um ohne große Umstände bezahlen zu können. Bestimmte Ausgaben lassen sich in der Praxis fast ausschließlich mit Kreditkarte zahlen. Dazu gehören zum Beispiel Mietwagen oder Flüge. Kein Wunder also, dass der Geschäftsreise-Verband VDR nun ein komplettes Verbot von Kreditkarten-Gebühren fordert. Und das trotz der bereits beschlossenen Änderungen seitens der EU zugunsten von Handel und Verbrauchern.

 

Gebühren derzeit noch alltäglich

Nutzen Sie Ihre Kreditkarte zur Bezahlung, werden Ihnen nicht selten Extra-Gebühren in Rechnung gestellt. Auf diese Weise holt sich beispielsweise der Taxi-Fahrer, der Ihre Kreditkarte zur Bezahlung akzeptiert, einen Teil der im Rahmen der Zahlung anfallenden Gebühren zurück. Diese Praxis wird bald ein Ende haben. Denn das Europäische Parlament hat vor Kurzem Neuregelungen getroffen, die eine Berechnung solcher Kartenzahlungs-Gebühren innerhalb einer sogenannten Payment Service Directive untersagen.  Bereits ab spätestens 2017 treten die Regelungen in den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten in Kraft.

Die neue Richtlinie gilt allerdings noch nicht für alle Typen von Kreditkarten. Lediglich dann, wenn mindestens zwei Banken in die Abrechnung der Zahlungen involviert sind und die Abrechnung über ein privates Girokonto des Karteninhabers erfolgt. Um Klarheit über die Zulässigkeit von Gebühren zu erreichen, spricht sich der VDR aktuell für ein generelles Verbot von Kreditkarten-Gebühren für Bezahlvorgänge aus. „Der elektronische Zahlungsverkehr liegt im Interesse aller Beteiligten, dafür sollten die Kunden – und damit insbesondere auch die Unternehmen in Deutschland – nicht noch einmal zur Kasse gebeten werden“, so Dirk Gerdom, Verbandspräsident des VDR.