Vermögensaufbau mit Fondssparplänen in Aktienfonds

25.02.2014
Bildquelle: © Johanna Goodyear | Dreamstime Stock Photos

Gerade in Zeiten eher niedriger Zinsen sind viele Menschen auf der Suche nach geeigneten Alternativen als Sparanlage. Denn mit klassischen Sparverträgen lassen sich im Regelfall keine attraktiven Erträge mehr erzielen. Sogar für recht langfristig ausgerichtete Sparangebote trifft dies zu, die derzeit ebenfalls oft nur mäßige Zinserträge abwerfen. Aus diesem Grund rücken auch Aktienfonds wieder in den Fokus vieler Privatanleger. Nicht zuletzt sicher auch angesichts des wieder recht hohen Niveaus an den Aktienmärkten.

Mit klassischen verzinslichen Anlageformen sind Aktienfonds jedoch nicht vergleichbar. Denn die Höhe des Ertrages einer solchen Geldanlage steht nicht von vornherein fest, sondern ist vielmehr von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Vor allem die Kursentwicklung der im Fonds vorhandenen Aktienwerte und die eventuell stattfindenden Dividendenausschüttungen machen letztlich die Gesamtwertentwicklung eines Aktienfonds aus. Aufgrund praktisch immer vorhandener mehr oder weniger starker Schwankungen sollten Aktienfonds grundsätzlich nur für mittel- bis langfristig ausgerichtete Anlagevorhaben genutzt werden. Denn je kurzfristiger der Anlagehorizont ist, desto risikoreicher ist eine solche Investition einzuschätzen. Im Rahmen einer Geldanlage in Aktienfonds sind auch Kapitalverluste durchaus möglich.

Sparpläne: Besondere Vorteile bei relativ geringerem Risiko

Möchten Sie Geld in Aktienfonds anlegen, könnten Fondssparpläne eine gute Möglichkeit für Sie sein. Vor allem wenn Ihr Sparziel zum Beispiel im langfristigen Vermögensaufbau oder im Bereich der Altersvorsorge liegt, sind Sparpläne in Aktienfonds zu empfehlen. Im Rahmen eines solchen Sparplanes zahlen Sie regelmäßig – meist monatlich - einen Wunschbetrag, der im betreffenden Fonds angelegt wird. Jede dieser Einzahlung erfolgt zum am Investitionstag gültig Kurswert Ihres Aktienfonds. Da dieser naturgemäß schwankt, erwerben Sie automatisch mehr Fondsanteile, wenn der Preis des Fonds niedrig sein sollte – umgekehrt analog dazu. Sie kaufen Anteile dadurch praktisch „mutiger“, wenn der Fondspreis einmal eingebrochen ist. Im Gegensatz dazu jedoch „vorsichtig“, wenn sich der Fondspreis auf einem vermeintlich hohen Niveau befindet. 

Dadurch entsteht ein Effekt, der als sogenannter Kostendurchschnittseffekt („Cost-Average-Effekt“) bezeichnet wird. Dieser besagt, dass Sie bei einer über einen gewissen Zeitraum verteilten Investition in ein schwankendes Wertpapier mehr Anteile erwerben, als im Vergleich zu einer Einmalanlage zum Durchschnittpreis während dieser Zeit. Kurz: Nur Schritt für Schritt in einen Aktienfonds einzuzahlen, lohnt sich prozentual gegenüber einer Einmalanlage rechnerisch. Zudem wird die absolute Schwankung des Anlagewertes gegenüber der Einmaleinzahlung verringert. Ein Sparplan in Aktienfonds ist deshalb grundsätzlich mit geringeren Schwankungsrisiken behaftet als die Einmalinvestition in solch einen Fonds.

Fazit

Vor allem wenn Sie langfristig und regelmäßig sparen möchten, sind Aktienfonds gut geeignet. Dabei sollten Sie sich grundsätzlich auf gewisse Wertschwankungen einstellen. Durch den sogenannten Kostendurchschnittseffekt können Ihnen diese jedoch Vorteile gegenüber einer Einmalinvestition bringen.