Wann sich eine Prepaid-Kreditkarte für Sie lohnt

25.05.2015

Gerade wenn Sie unterwegs sind, kann es sehr praktisch sein, eine Kreditkarte zu besitzen. Denn solch eine Karte ist immer zur Hand und bietet Ihnen als Nutzer zudem diverse Vorteile. Neben klassischen Kreditkarten existieren auch sogenannte Prepaid-Kreditkarten, die wiederum ihre Eigenheiten mit sich bringen. Dabei handelt es sich sowohl um Vor- als auch um gewisse Nachteile. Welche das genau sind, lesen Sie im folgenden Artikel.

Die zentrale Besonderheit von Prepaid-Kreditkarten liegt darin, dass sie lediglich Verfügungen im Guthaben zulassen. Ein Kreditrahmen, wie ihn klassische Karten besitzen, existiert bei dieser Form der Kreditkarte nicht. Als Folge davon muss entsprechendes Guthaben auf dem Kartenkonto der betreffenden Karte vorhanden sein, wenn diese eingesetzt wird. Reich das aufgeladene Guthaben nicht aus, wird die vom Nutzer gewünschte Zahlung abgelehnt. 



Fluch oder Segen?

Genau in dieser Funktionsweise liegen sowohl der große Vor- als auch der Nachteil einer Prepaid-Kreditkarte. Einerseits erweitert diese Ihren finanziellen Spielraum nicht, da wie erwähnt kein Kreditrahmen existiert. Andererseits jedoch schätzen viele Nutzer von Prepaid-Karten die dadurch erhöhte Sicherheit. Ausgaben können nur im planbaren und somit sehr kontrollierbaren Maß erfolgen. Prepaid-Kreditkarten gelten deshalb als Karten, die das Risiko einer Überschuldung praktisch ausschließen. Und auch im Fall eines Verlustes oder gar Diebstahls kann maximal das auf dem Kartenkonto vorhandene Guthaben verloren gehen – mehr nicht. Aufgrund dieser Eigenschaft kann eine Prepaid-Kreditkarte übrigens auch auf minderjährige Nutzer oder Bürger mit (vermeintlich) schlechter Bonität ausgestellt werden. Bei klassischen Karten ist dies in aller Regel nicht ohne Weiteres möglich. Im Rahmen einer Kartenbeantragung wird aus diesem Grund auch (meist) keine Schufa-Abfrage durchgeführt.



Hin und wieder Probleme möglich

Aus verschiedenen Gründen sollte eine Kreditkarte vor allem auf Reisen nicht fehlen. Was Prepaid-Kreditkarten betrifft, kann es jedoch auch hin und wieder zu Problemen beim Bezahlvorgang kommen – zum Beispiel in den USA. So nutzen beispielsweise einige Restaurants dort noch die sogenannte Imprinter-Technik, um im Rahmen des Bezahlvorgangs die Kartendaten ihrer Gäste zu erfassen. Dabei werden diese Daten mechanisch auf ein dafür vorgesehenes Formular übertragen. Während das bei klassischen Karten kein Problem ist, sind Prepaid-Kreditkarten dafür nicht geeignet. Denn sie weisen keine Hochprägung auf, wodurch die Übertragung unmöglich wird. An allen Terminals, an denen eine elektronische Datenübermittlung erfolgt, ist der Einsatz einer Prepaid-Kreditkarte jedoch problemlos möglich.



Fazit

Nicht alle Bürger erhalten eine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen – unter anderem aus Gründen schlechter Bonität. Sollten Sie in dieser Situation sein, stellt eine Prepaid-Kreditkarte eine durchaus lohnende Alternative dar, auf die Sie sich verlassen können. Doch auch wenn Sie volle Kostenkontrolle und Transparenz möchten, kann eine solche Karte die richtige Wahl für Sie sein.