Was hinter den Angaben auf der Kreditkarte steckt

08.02.2016

Kreditkarten besitzen ganz verschiedene Angaben. Sowohl auf ihrer Vorder- als auch auf ihrer Rückseite. Was genau sich hinter einigen der angebrachten Daten verbirgt, haben wir im folgenden Artikel zusammengestellt.

Kreditkarten helfen Verbrauchern im Alltag durchaus effektiv weiter. Sie sind rasch zur Hand. Bezahlungen gehen sehr schnell vonstatten und werden in aller Regel unkompliziert und zuverlässig abgewickelt. Alle Angaben rund um die Kreditkarte dienen dabei scheinbar allein der Zahlungsabwicklung und erscheinen Bürgern zumeist nicht wirklich interessant zu sein. Dabei haben alle Kartendaten ihren Sinn und Zweck. 



Hochprägung als typisches Merkmal

Was sofort auffällt ist, dass die meisten Angaben auf einer Kreditkarte hoch geprägt sind. Das bedeutet, dass die entsprechenden Buchstaben und Ziffern etwas hervorstehen. Für diese Variante der Prägung gibt es einen einfachen Grund. Früher wurden im Rahmen von Bezahlvorgängen ausschließlich Lesegeräte verwendet, welche die Kartendaten mechanisch per Kohlepapier auf ein Formular übertrugen. Dazu war die erwähnte Hochprägung notwendig. Aktuell finden die klassischen Lesegeräte jedoch kaum noch Anwendung. Die Hochprägung selbst ist als nach wie vor als typisches Merkmal von Kreditkarten vorhanden.



Über die aufgebrachten Kartendaten

Auf einer Kreditkarte ist zunächst der Name des jeweiligen Karteninhabers angebracht. Handelt es sich um eine Firmen-Karte, kann statt des Namens einer Einzelperson auch die Unternehmensbezeichnung festgehalten sein. Ausnahmen stellen anonyme Krediten dar. Diese sind lediglich als Prepaid-Kreditkarte erhältlich und sind ursprünglich als mögliches Geschenk für Dritte gedacht. 

Die zentrale Information auf einer Kreditkarte ist deren Kartennummer. Eine solche Nummer ist immer vorhanden, da sie für Zahlungsvorgänge zwingend erforderlich ist. Eine Kreditkartennummer besteht auf mindestens 12, höchsten jedoch 16 Stellen. Die Nummer dient der eindeutigen Zuordnung einer Kreditkarte im Zahlungsverkehr. Das wiederum bedeutet, dass es jede Kreditkartennummer nur einmal geben kann. Die Nummer besteht aus drei Bestandteilen – dem BIN-Code, der Kontonummer und einer Prüfziffer. Aus dem BIN-Code (Bank Identification Number) lässt sich die Kreditkartengesellschaft ableiten, welche die Karte ausgestellt hat (4 = VISA, 51 - 55 = Mastercard, 34 oder 38 = American Express). Auf den BIN-Code folgt schließlich die eigentliche Kartennummer. Sie entspricht der Nummer des genutzten Kartenkontos. Die Prüfziffer rundet die Kreditkartennummer ab. Diese wird über einen mathematischen Algorithmus ermittelt und hilft, die Richtigkeit der vorangegangenen Kartennummer zu prüfen. Mögliche Tippfehler oder Falschangaben können so leichter erkannt werden.

Um Missbrauch vorzubeugen, verfügt eine Kreditkarte zusätzlich über einen sogenannten CVV2-Code (Card Validation Code oder Card Verification Value). Dieser auf der Rückseite der Karte angebrachte Code soll sicherstellen, dass eine Kreditkarte dem Bezahlenden tatsächlich vorliegt. Vor allem bei Geschäften, die online abgewickelt werden, hat der CVV2-Code eine wichtige Bedeutung. Er muss im Regelfall mit eingegeben werden und hat drei bis vier Stellen. Um ein Ausspähen des CVV2-Codes zu erschweren, ist dieser lediglich aufgedruckt und nicht hoch geprägt. Er kann dadurch nur relativ schwer maschinell ausgelesen werden.